Oh Schreck! MPC bootet nicht!

Ich wollte doch nur eine neue JJOS Version auf meiner MPC 2500 installieren...

Plötzlich ging nix mehr: Es kam nach dem Einschalten nur noch die Meldung "128 MB installed". Damit hatte es sich. Die MPC war eingefrohren. :(

Eine kurze Suche im MPC-Forum brachte mich auf die Spur. Und ein Vergleich zeigte, dass die JJOS-Datei, die ich für das Update verwendet hatte, fehlerhaft war. Der Download war unvollständig und die Datei hatte statt ca. 1,3 MB nur ca. 0,3 MB. Problem erkannt! Nur wie bekomme ich jetzt wieder ein intaktes OS auf die Kiste?

Die Lösung: Man kann die MPC direkt von einer Compact Flash-Karte booten, indem man beim Einschalten die "Window"-Taste gedrückt hält. Also, erstmal das Original AkaiOS auf die Karte kopiert und in die MPC gesteckt. Die MPC quittierte diesen Versuch allerdings mit der Meldung "Wrong Card". Ich hatte eine 4GB SanDisk Karte verwendet. Wie mir der Beitrag im MPC-Forum verriet, kann man aber scheinbar nur von der mitgelieferten Originalkarte von Akai (128 MB) direkt booten. Wieso? Und wo hab ich die hingelegt?

Tief unten in einer Kiste mit Elektronik-Schrott fand ich sie nach ca. 20 Minuten und einigen mittleren Panikattacken. Puh! ... Also, AkaiOS draufkopiert, in die MPC gesteckt, von Karte gebootet und die Kiste lief wieder. :)

Das JJOS musste ich dann natürlich auch nochmal installieren. Ziemlich viel Action! Dafür hab ich aber jetzt 'nen Arpeggiator mit verschiedenen Patterns. JJOS rules! :)

Emu Proteus - mein erster Test

Nachdem er bereits seit fast zwei Wochen hier lag, hab ich gestern endlich mal meinen 'neuen' Emu Proteus 1 (Baujahr 1989/90) getestet. Zu hören ist nur der Proteus, dessen Stereo-Out ins Mischpult und von dort in den Rekorder ging. Auf differenzierte Aussteuerung und Panning sowie Effekte hab ich verzichtet. Die Sequenzen sind auf meiner Akai MPC nur mit den Drumpads eingespielt worden, weshalb das Stück auch nicht ganz so virtuos geworden ist. ;) Fazit: Man bekommt aus dem Teil eine große Zahl Standardsounds, die natürlich fast alle stark an die 1980er erinnern. Für die 'kranken' Sachen gibt's ja andere Geräte. :)

Hotel Bender - trauriges Ende

Das Hotel Bender in Dortmund wird z.Zt. abgerissen. Damit verschwindet wieder ein Stück vom 'alten' Dortmund aus dem Stadtbild. An gleicher Stelle ist ein 60 Meter hohes Bürogebäude geplant. Man kann davon halten was man will. Ich finde nicht, dass Dortmund ein weiteres Hochhaus braucht, zumal lt. Zeitungsberichten auch noch kein Hauptmieter für das geplante Gebäude existiert.

Sound Sunday

Heute hatte ich endlich mal Zeit die Neuerwerbungen der letzten Wochen zu hören:

  • Greensleeves Sampler 4 (CD): Das Teil hatte ich zwar schon auf Vinyl aber auf der CD sind die Titel in ihrer langen Version enthalten, was den Hörgenuss deutlich steigert und das Vinyl schont. :) Mein persönlicher Killer-Tune auf der Scheibe ist übrigens 'Blinking Something' von Pinchers.
  • Rocksteady - The Roots Of Reggae (CD): Ist dies jetzt der Soundtrack zum Film oder doch so, dass ein Film über die Entstehung dieses Albums gedreht wurde? Egal! Die CD versammelt einige der alten Helden des Rocksteady auf neu eingespielten Versionen diverser Klassiker. Wer immer noch glaubt, dass 'Rivers Of Baylon' ein Original-Stück von Boney M. sei, dem ist diese CD ganz besonders ans Herz zu legen. Dawn Penn ist mit einer weiteren Interpretation ihres Hits 'You Don't Love Me (No No No)' vertreten. Und auch der Rest des Albums rockt einfach nur steady. :)
  • J.C. Lodge - I Believe In You (CD): Dieses Album war schon bei seinem Erscheinen als CD auf Greensleeves 1990 (1987 produziert) ein Versuch auf den Hype aufzuspringen, den Frau Lodge durch Hits wie 'Telephone Love' ausgelöst hat. Zwar sind da mit Sly & Robbie Spitzenkräfte am Werk, trotzdem gefällt mir die Kombination Steely & Clevie und J.C. Lodge auf dem Album 'Selfish Lover' deutlich besser.
  • Pan Head - Punny Printer By Far (CD): Muss man mögen mögen! :) Eine CD, die sehr intensiv die Abkehr vom klassischen europäischen Hippie-Reggae-Verständnis zelebriert. Welche Auswirkungen, insbesondere das Titelstück, auf die Tanzwut junger Menschen hat, kann man sich bei YouTube anschauen. Einfach mal suchen! ;) Pan Head wurde übrigens 1993 ermordet, was Buju Banton veranlasste sein Stück Murderer zu schreiben.
  • Tiger - Deadly (CD): Mir schwillt immer noch der Hals wenn ich an den Kauf dieser CD denke. Das liegt nicht an der Musik, sondern daran, in welchem Zustand ich diese CD erhalten habe. Der ebay Verkäufer j-sr-2008 nimmt es mit der Beschreibung seiner Ware nicht so genau. Eine CD als VG zu bezeichnen, auf der zwei Tracks so gut wie nicht abspielbar sind, ist eine Frechheit. Naja, der Fall ist abgeschlossen. Das Album ist ansonsten einfach typisch Tiger. :)
  • Firehouse Revolution (CD): Ein wundervoller Sampler, der einen Teil des Outputs King Tubbys zur Zeit der 'Digitalisierung des Reggae' von 1985 bis zu seinem Tod in 1989 zusammenfasst. Tubby wird als einer der Vorreiter des Dub in den 70ern betrachtet. Mindestens genauso wichtig finde ich allerdings diese späten Aufnahmen, mit denen er sich in direkte Konkurrenz zu seinem ehemaligen Schüler King Jammy begab.
  • Sleepy Wonder - 88 Champion (7"): Nachdem ich kürzlich schon stolzer Besitzer der 12" geworden bin, konnte ich jetzt auch noch die 7" ergattern. '88 Champion' war für mich seinerzeit sowas wie die Dancehall-Initialzündung. Ich kann dieses Stück gar nicht hoch genug loben. Sleepy Wonder hat dieses Niveau nie wieder erreicht.
  • 3x She Is Mine Riddim (7"): Gleich drei Stücke auf dem 'She Is Mine' Riddim habe ich mir zugelegt. Shinehead - 'Emotion Leave', Cobra - 'Do You Know' und Pliers - 'Love Is Burning'. Mein persönlicher Favorit dieser Selection ist Pliers, der ohne Chaka Demus viel besser klingt als mit ihm im Duett. Übrigens sollte man 'Love Is Burning' auf keinen Fall mit 'Her Love Is Burning' verwechseln! Gleicher Text aber anderer Riddim!!!
  • Tiger - Crying Fool (7"): Da soll nochmal jemand sagen, dass die Jungs in den jamaikanischen Presswerken keinen Humor hätten. Diese 7" ist schon irgendwie lustig. Auf der A-Seite befindet sich erwartungsgemäß 'Crying Fool' von Tiger. Die B-Seite schmückt ein Label mit der Aufschrift 'Version', was auf die Instrumentalversion der A-Seite hindeutet. Die Rille liefert allerdings ein Stück von Tony Rebel. Da ist wohl beim Bestücken der Plattenpresse was schiefgelaufen. ;) Sowas geht auch nur auf Jamaica durch. Bei den großen amerikanischen oder europäischen Plattenfirmen wäre die gesamte Auflage in den Schredder gewandert und ich hätte nicht so gelacht! :)
  • Tiger - Don Is Don (7"): So wie der Dude eben der Dude ist, ist Tiger eben der Don, der der Don ist. Und diesmal ist auf der B-Seite auch tatsächlich die Version. Dafür bekommt man, wie bei Kangal üblich, die schlechteste Pressqualität seit der Erfindung des Vinyl. Kangal - Das Label mit der schmalen Rille ;)
  • Thriller U - It's over (7"): Thriller U ist für mich einer der Top-Reggaeschnulzen-Sänger der späten 80er und frühen 90er. 'It's Over' gehört definitiv zu seinen Highlights.
  • Thriller U - I'm The Danger (7"): Noch so ein Ding, das endlich mal in meine Sammlung musste.

Mein 1541u hat ein neues Zuhause. :)

1541u

Das 1541 Ultimate ist eine Hardwareerweiterung für den C64 und emuliert u.a. ein VC1541 Diskettenlaufwerk, das man mittels SD-Karten betanken kann. Nebenbei können auch noch diverse C64-Cartridges (Retro Replay, Final Cartridge, Action Replay, REU, ...) emuliert werden, wodurch bei der Version mit Netzwerkanschluss sogar der Zugriff auf's Internet (z.B. mit Contiki) möglich ist.

Heute konnte ich meinem 1541 Ultimate endlich das passende Gehäuse verpassen. Das Gehäuse wurde von Loriano Pagni entworfen und bietet der wertvollen Hardware den nötigen Schutz. Vielen Dank Loriano, dass du mir das letzte Exemplar reserviert hast! :)